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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Freitag, 1. April 2016

Der April in den Münchner Kammerspielen

Am 16. April findet in der Kammer 1 die Uraufführung von Elfriede Jelineks neuem Stück „Wut“ in der Inszenierung von Nicolas Stemann statt. Jelineks Text entfesselt die Wut, die zu den Anschlägen in Paris geführt haben mag. Sie bleibt aber nicht stehen bei der Aggression islamistischer Terroristen, sondern komponiert einen vielstimmigen Wut-Chor: Die Stimmen deutscher Wutbürger sind darin ebenso enthalten wie die anderer „aufrechter“, „erwachender“ Europäer – oder jene des antiken Helden Herakles, der, von der Göttin Hera verwirrt, im Wahn die eigene Familie auslöscht. „Wut“ ist die inzwischen achte Zusammenarbeit der künstlerischen Wahlgemeinschaft von Elfriede Jelinek und Nicolas Stemann, Hausregisseur an den Kammerspielen. Es spielen: Daniel Lommatzsch, Jelena Kuljić, Thomas Hauser, Hassan Akkouch, Julia Riedler, Annette Paulmann, Franz Rogowski und Zeynep Bozbay. 

Zwei Monate lang haben FUX ihr Glück in die Hand genommen und gemeinsam mit dem Publikum Kreuzworträtsel gelöst, Rubbellose gerubbelt, an Fernsehquizshows teilgenommen, Kindermalwettbewerbe unterwandert, Dosen geworfen und auf Pferde gesetzt. In dem Bühnenstück „FUX GEWINNT 3/3“ zieht die aus Gießen stammende Theatergruppe die Summe aus ihren Erfahrungen. Im Selbstversuch haben die drei Protagonisten die entgarantierten Arbeits-, Beziehungs- und Lebensverhältnisse in Zeiten des Spätkapitalismus erforscht und fragen sich, was mit persönlichen Erlebnissen und Objekten geschieht, wenn sie im Rahmen theatraler Spielhandlungen zum Einsatz gebracht werden. Premiere ist am 21. April um 20 Uhr in der Kammer 3. 

Mit zwei Vorstellungen ist das Choreografen-Duo Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen mit der Produktion „Not Punk, Pololo“ am 12. und 13. April in der Kammer 2 zu sehen und wartet mit einem fulminanten „Clash de luxe“ der Popkulturen auf: Nicht weniger als fünfzehn Protagonisten der Tanz-, Club- und Performanceszene stehen auf der Bühne. Kim Noble stalkt den Kassierer in seinem Supermarkt und versucht, ihm durch den Kauf von Kondomen, Tampons und Schwangerschaftstests Zeichen zu senden. Er protokolliert die sexuellen Aktivitäten seiner Nachbarn und ruft Telefonnummern an, die Fernfahrer an den Wänden von Autobahntoiletten hinterlassen haben. Vergeblich versucht er, sinnstiftende Beziehungen aufzubauen in Situationen, die dafür einfach nicht geeignet sind. 

„You Are Not Alone“ von und mit dem Engländer Kim Noble ist abgrundtief traurige Comedy – und ein Kommentar zu Überwachung und Datenschutz: am 15. und 16. in der Kammer 3 zu sehen. 

Die Veranstaltung „No Limits? Globale Perspektiven auf Migration und Flucht“ des Goethe-Instituts und der Münchner Kammerspiele sucht nach neuen Strukturen der Solidarität in einer sich wandelnden Welt. Ein Perspektivwechsel – live und zeitgleich per Videokonferenz in München, Mexiko und Istanbul: am 23. April, 20 Uhr in der Kammer 1. 

Und last but not least starten die Münchner Kammerspiele im April das „Welcome Café“: geflohene und nicht-geflohene MünchnerInnen sind eingeladen, jeden Montag zwischen 16 und 22 Uhr in der Kammer 2 bei einer Tasse Tee oder einem Teller Suppe ins Gespräch zu kommen. So können auf direktem Wege Verabredungen zum Fußball spielen oder Deutsch lernen entstehen, es können Patenschaften vermittelt, Einladungen ausgesprochen, Fragen gestellt und Tipps gegeben werden. Ein Ort, an dem sich alle willkommen fühlen und ganz wortwörtlich den Blick über den jeweils anderen Tellerrand wagen können. 

Das neu gegründete OPEN BORDER ENSEMBLE präsentiert am 04. April Theater, Musik und Gespräch.